Hierzu gehören Scheidendiaphragma und Kondome mit und ohne Spermizide (= samenabtötende Cremes und Gels )

Pearl-Index (= Versagerquote)

Bandbreit von 2-28 in Abhaengigkeit von Erfahrung und Motivation des Anwenders

Wirkungsweise

Kondome (= Präservative) sind mechanischen Verhütungsmittel für den Mann.
Einzig durch die Verwendung eines Kondoms ist es möglich, sich vor der Ansteckung mit einer sexuelle übertragbaren Krankheit zu schützen

Ein Kondom ist ein hauchdünner „Gummischlauch“, der über den erigierten Penis gestreift wird und dadurch die Samenflüssigkeit beim Samenerguß auffängt und damit verhindert, daß die Samenflüssigkeit in die Scheide gelangt. Die Kondome sind normalerweise aus Latex.

Einige Menschen reagieren allergisch auf Naturkautschuk-Latex.
Es gibt heute auf dem Markt verschiedene Alternativen zu Natur-Latex-Kondomen. Wenn Sie eine Latexallergie haben, benutzen Sie also besser das latexfreie Kondom.

Aufgrund von Anwendungsfehlern oder aus Nachlässigkeit schwankt die Zuverlässigkeit dieser Methode sehr stark.

Kondom verrutscht - Wie lässt sich das vermeiden?

Das Verrutschen von Kondomen kann mehrere Ursachen haben. Meist liegt es daran, daß das Kondom nicht die richtige Größe hat, nicht selten werden Kondome aus Eitelkeit im Laden zu groß gekauft.
Wenn andererseits ein Kondom zu eng ist, so kann es reißen.

Sorgen Sie dafür, daß beim Überziehen des Kondoms dieses bei zurückgezogener Vorhaut glatt auf der Haut aufliegt und sich keine Luftblasen bilden.

Halten Sie nach dem Verkehr beim Herausziehen das Kondom am Ring fest, sodass es nicht vom erschlafften Penis rutscht.

Sollte das Kondom abgerutscht sein, versuchen Sie es umgehend heraus zu ziehen. In den meisten Fällen besteht kein Grund zur Panik, da sich das Ejakulat in der Spitze des Kondoms befindet.

Überprüfen Sie während des Verkehrs hin und wieder den Sitz des Kondoms.

Pearl-Index (=Versagerquote)

Bandbreite von 1,9 - 23 in Abhaengigkeit von Erfahrung und Motivation der Anwenderin

Wirkungsweise

mechanische Barriere gegen das Aufsteigen der Spermien in die Gebärmutter

Einsatz nur in Verbindung mit einer spermiziden ( = samentötenden) Creme ( z.B. Ortho-Gel, Patentex-Oval N, A-gen 53 ), die auf beiden Seiten großflächig aufgetragen wird

Typen von Diaphragmen

das Diaphragma besteht prinzipiell aus einer weichen Gummimembran, die kuppelartig über einen elastischen Gummiring gespannt ist

die Elastizität wird durch einen in den Gummiring eingelegte Metallfeder hervorgerufen

Anpassung

die Anpassung und damit die Auswahl des richtigen Durchmessers des Diaphragmas sollte im Rahmen einer ärztlichen Untersuchung erfolgen.. Die Patientin besorgt sich das Pessar aus der Apotheke.

der so ermittelte Durchmesser des Diaphragmas kann dann durch Einlegen eines entsprechenden Anpassringes ( OrthoR-Anpassring-Set ) oder mit Hilfe eines Probepessars ueberprueft werden

das groesstmoegliche Diaphragma, das nach dem Einsetzen ohne grossen Druck von der Frau toleriert wird, ist das richtige

Einlegen

Einlegen nur in Kombination mit einer spermiziden Creme oder Gel, wobei beide Seiten des Diaphragmas reichlich mit Creme ( Gel ) bedeckt sein sollten

nicht frueher als 2 Std. vor Koitus einlegen, da ansonsten die Creme ( das Gel ) durch das Scheidensekret zu stark verduennt werden koennte

das Diaphragma wird dann mit den Fingern zusammengedrueckt und an der hinteren Scheidenwand entlang tief in die Scheide hineingefuehrt

der vordere Rand des Diaphragma wird hochgeschoben bis hinter das Schambein

um sich zu vergewissern, dass das D. richtig sitzt, tastet die Frau mit dem Finger nach, bis sie den Muttermund durch die Gummimembran erkennt; damit wird gleichzeitig die spermizide Creme zum äusseren Muttermund gedrückt, sodass die Spermien nicht mehr hinein koennen

Entfernen

Die Entfernung darf fruehestens 6 Std. nach erfolgtem Verkehr stattfinden; dazu wird es unter dem Vorderrand gefasst und mit dem Zeigefinger aus der Scheide gezogen

bei weiterem Verkehr innerhalb der Liegezeit sollte mittels Applikator Creme ( Gel ) nachgefuellt werden

Reinigung

nach Entfernen wird es mit Wasser gereinigt, getrocknet und mit Stärkepuder gepudert

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