Darmkrebs ist eines der häufigsten bösartigen Leiden in der westlichen Welt. Betrachtet man beide Geschlechter zusammen, so steht er an der Spitze aller Krebserkrankungen.

In Deutschland erkranken jedes Jahr über 40.000 Personen (meistens im Alter zwischen 50 und 70 Jahren

Eine zu fette und schlackenarme Kost erhöht das Darmkrebsrisiko. Schlackenarme Kost führt zu Darmträgheit. Dadurch reichern sich Stoffe an, die eine Krebsentstehung fördern.

Da es auch Erbformen von Darmkrebs gibt, sollten Angehörige von Erkrankten ihrer Darmkrebsvorsorge besondere Aufmerksamkeit widmen.

Gesetzlich Versicherte haben vom 50. bis zum 55. Lebensjahr Anspruch auf einen einmal jährlich durchgeführten Hämoccult-Test, auch "einfacher Stuhltest" oder "Stuhlbriefchen" genannt. Hierbei wird der Stuhlgang über drei Tage auf minimale, mit dem Auge nicht sichtbare, Blutspuren untersucht. Sie müssen zu Hause eine kleine Stuhlprobe auf einen vorgefertigten Teststreifen (den Sie vorher in der Praxis erhalten) aufbringen und diese dann in Ihrer Arztpraxis abgeben. Das Labor kann dann selbst kleinste Blutbeimengungen im Stuhl feststellen, was auf einen möglichen Dickdarmkrebs hinweisen kann.

Womit wir bereits beim Problem wären: Der Papierstreifentest ist nicht perfekt. Blutspuren im Stuhl können viele Ursachen haben, wie z. B. Blutungen aus Hämorrhoiden (ein positiver Test ist jedoch selbst bei blutenden Hämorrhoiden meist ein Hinweis auf eine andere Blutung im Magen-Darm-Bereich und nicht auf die Hämorrhoiden). Und manchmal zeigt der Test nach dem Verzehr von bestimmten Nahrungsmitteln (z. B. manchen Gemüsearten, Fleisch) und Medikamenten (Eisentabletten, Aspirin, Vitamin C etc.) fälschlicherweise die gleiche Reaktion wie bei Blutspuren an, obwohl kein Blut im Stuhl ist.

Ein negativer Test, d. h. kein Blutnachweis im Stuhl, ist auch kein sicherer Beweis, dass kein Dickdarmkrebs vorliegt, denn ein Tumor kann, muss aber nicht immer bluten.

Daher sollten Sie wissen: Auch mit einem unauffälligen Testergebnis gilt es, auf Auffälligkeiten beim Stuhlgang zu achten – insbesondere auf sichtbare Blutspuren –, aber auch auf neu aufgetretenen Durchfall oder Verstopfung

Lesen Sie dazu bitte weiter unter Mehr Sicherheit, aber wie

Eine aktuelle Stellungnahme zur Überlegenheit des IST könnnen Sie sich jetzt herunterladen

Ab dem 56. Lebensjahr können sie sich entweder für eine Darmspiegelung (Koloskopie) alle zehn Jahre oder für einen Hämoccult-Stuhltest alle zwei Jahre entscheiden.

Nicht unter diese Richtlinien fallen Patienten mit erhöhtem familiären Darmkrebs-Risiko, die engmaschiger überwacht werden müssen.

Eine Früherkennung in einem Stadium, in dem der Tumor noch nicht weit fortgeschritten ist, bietet sehr gute Heilungschancen bei vergleichsweise wenig eingreifenden Behandlungsmethoden.

Wir empfehlen den immunologischen Stuhltest IST ab dem 45. – 50. Lebensjahr. Ein Stuhltest sollte jährlich durchgeführt werden, da sich durch die regelmäßige Wiederholung seine Effizienz deutlich erhöht.

Der immunologischen Stuhltest wird von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen. Private Krankenkassen übernehmen die Kosten.

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