Meine Praxis ist auf diese Untersuchung spezialisiert.
Meine Mammographiekenntnisse wurden letztmalig in 04/2014 gemäß gesetzlicher Vorgaben erfolgreich rezertifiziert.

Meine Mitarbeiterinnen nehmen regelmäßig an Kursen über Einstellungstechnik der Mammographie in verschiedenen Ausbildungszentren teil.

Die Mammographie ist momentan das wichtigste bildgebende Verfahren in der Brustdiagnostik. Dabei werden mittels Röntgenstrahlen alle Bereiche der Brust übereinander projiziert, sodass eine Summationsbild der Brust entsteht.

typisches Bild einer Mammographie in zwei Ebenen

Die Mammographie stellt die wichtigste diagnostische Massnahme zur Früherkennung des Brustkrebses ( Mammakarzinom ) dar.

Bei der Mammographie werden mittels Röntgenstrahlen alle Bereiche der Brust übereinander projiziert, sodass eine Summationsbild der Brust entsteht .

Bei der Mammographie werden Tumoren oft bereits entdeckt, ehe sie von der Frau selbst oder ihrem Frauenarzt getastet werden können und auch weit bevor sie Schmerzen verursachen. Haben sich die Krebszellen noch nicht weiter ausgebreitet, sind die Heilungschancen sehr gut. Bei der Mehrzahl der Frauen kann brusterhaltend operiert werden.

Mit der Mammographie haben wir die einzige Methode, mit der auch Mikroverkalkungen erkannt werden können, die nur Bruchteile eines Millimeters klein sind; Form und Anordnung dieser Kalkablagerungen können Hinweise auf bösartige Veränderungen liefern.

Die Diagnostik des duktalen in situ Karzinoms bleibt die Domäne der Mammographie ; dieser Brustkrebstyp macht etwa 70 % aller in situ Karzinome aus und hat in 50-60 % intraduktale Mikroverkalkungen vorzuweisen

  • die Intervalle sollten dem individuellen Risiko, der zu erwartenden Tumorverdoppelungszeit und der Erkrankungshäufigkeit angepasst werden
  • eine Frau, die keiner Risikogruppe angehört, sollte mit ca. 35 Jahren eine erste Mammographie ( sog. Basismammographie ) durchführen lassen , um später dann ein Vergleichsbild zu haben
  • Nach den schwedischen Richtlinien sollte die Röntgenuntersuchung der Brüste zwischen dem 40. und 55. Lebensjahr in einjährlichem Abstand erfolgen, da in dieser Altersgruppe Brustkrebsformen mit hoher Wachstumsgeschwindigkeit auftreten

    Bei Frauen ab dem 55. Lebensjahr sollte die Mammographie in zweijährlichem Abstand erfolgen. Die Erstuntersuchung sollte in zwei Ebenen (Schrägaufnahme und horizontale Aufnahme) durchgeführt werden. Ist die Brust wenig roentgendicht (vor allem bei älteren Frauen), reicht evtl. in dem folgenden Jahren eine Schrägaufnahme.

  • Im Rahmen des Mammographie-Screenings erfolgt die Einladung zur Mammographie ab dem 50. Lebensjahr alle 2 Jahre bis zum vollendeten 69. Lebensjahr

die altersabhängige Risikoabschätzung, durch Mammographie an Brustkrebs zu erkranken, liegt bei deutschen Frauen bei ca. 3 % pro Sv ( = 1000 mSv ) mittlerer Parenchymdosis.
Demnach liegt das Risiko, aufgrund einer kompletten Mammographie beidseits in je zwei Ebenen mit einer Dosis von zusammen 4 mSv an Brustkrebs zu erkranken bei 0,012 %.
Das "natürliche" Risiko, an Brustkrebs zu erkranken - es liegt bei 9,3 Prozent - erhöht sich durch eine Mammographie für eine 45jährige um drei Zehntausendstel.

Bei einer Risiko-Nutzen-Abwägung ist er Nutzen für eine 45jährige Frau um etwa l00mal, für eine Mittfünfzigerin sogar um 400mal größer als das Strahlenrisiko.

Das Risiko durch die MG an Krebs zu erkranken ist ungefähr so hoch wie das Risiko, an Lungenkrebs sterben zu müssen, wenn man 3 Zigaretten raucht

Unter der Annahme einer Basis-Mamographie mit ca. 35 Jahren und jährlichen Mammographiekontrollen ab dem 40. Lebensjahr erhöht sich das theoretische Risiko für eine Frau, während ihres gesamten Lebens Brustkrebs zu bekommen von 9, 3 % ( das ist das natürliche Risiko ) im ungünstigsten Fall auf 9,32 – 9,4 % ; damit ist dieses theoretische Strahlenrisiko als Nachteil regelmässiger Mammographiekontrollen im Vergleich zu dem grossen Vorteil der Früherkennung zu vernachlässigen

Das Gelbkörperhormon ( = Progesteron ) bewirkt vor der Periode eine vermehrte Wasseraufnahme und eine Auflockerung des Brustdrüsengewebes, wodurch dieses dichter wird und die Strukturen unschärfer werden deshalb liegt der beste Zeitpunkt möglichst in der 1. Zyklushälfte, da das notwendige Zusammendrücken des weniger wasserreichen Brustgewebes weniger schmerzhaft ist und bei geringerem Wassergehalt die Brustdicke abnimmt, d.h.

  • die Bildqualität wird besser (ich kann auf der Aufnahme mehr erkennen)
  • die notwendige Strahlendosis für eine gute Bildqualität wird geringer

die Kompression ( das Zusammendrücken ) der Brust ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für eine qualitativ hochwertige Mammographie.

Die bereits geringe Strahlenbelastung durch eine moderne digitale Mammographie lässt sich noch weiter verringern durch das Komprimieren und es wird dadurch überhaupt erst möglich, kleinste " schlummernde Krebsherde "zu erkennen. Da meine Mitarbeiterinnen wohl wissen, dass eine Kompression unangenehm sein kann, werden sie stets versuchen einerseits eine optimale Kompression zu erreichen andererseits aber auch versuchen, dass dieser kurze wichtige Moment möglichst schmerzfrei stattfinden kann Auch sollten Sie wissen, dass durch eine solche Kompression kein Krebs erzeugt werden kann.

Unter „Mikrokalk“ versteht man kleinste Kalkstrukturen weitaus kleiner als 1 mm, die nur unter Lupenvergrösserung sichtbar werden.

In nahezu 50 % aller Brustkrebse weisen Mikrokalkpartikel erstmalig auf die entstehende Krebserkrankung hin

Die Mammographie ist weiterhin die bedeutendste bildgebende Methode der Brustdiagnostik.

Sie hat eine Sensitivität ( = Treffsicherheit ) von ca. 90 %, d.h. letzlich, dass 10-15 % der bösartigen Veränderungen mit der Mammographie nicht erkannt werden.

In entscheidendem Maße ist die Treffsicherheit der Mammographie abhängig von der Dichte des Brustdrüsengewebes, die üblicherweise im jüngeren Alter viel höher ist, sodass in dieser Altersklasse die Treffsicherheit deutlich geringer ist.

Es gibt jedoch auch häufig sehr dichtes Drüsengewebe im höheren Alter , wenn eine sog. Mastopathie vorliegt; auch hier hat die Mammographie ihre Einschränkungen.

„Unschlagbar „ ist die Mammographie bei der Entdeckung von Karzinomen , die sog. Mikrokalk enthalten. Dies betrifft etwa 50 % aller Karzinome !

Unter „Mikrokalk“ versteht man kleinste Kalkstrukturen weitaus kleiner als 1 mm, die nur unter Lupenvergrösserung sichtbar werden.

Da die Mammographie in Abhängigkeit des vorliegenden Drüsengewebes ihre „ diagnostischen Lücken „ hat , sind Auffälligkeiten mittels weiterer Verfahren abzuklären.

Hierzu eignet sich idealerweise die Ultraschalluntersuchung der Brust mit hochauflösenden Ultraschallsonden kombiniert mit einer eventuellen Gewebsentnahme mittels Stanzbiopsie.

Das deutsche Gesundheitswesen wird leider immer wieder ohne fundierte Zahlen angegriffen, weil es angeblich mittelmäßige Qualität bei sehr hohen Ausgaben bietet.

Brustkrebs ist dafür immer wieder als Beispiel angeführt worden: weit verbreitet ist der Irrglaube, dass in Deutschland mehr Frauen an Brustkrebs sterben würden als im vergleichbaren Ausland. Da geistern zahlen durch die Gegend, die Sterbequote läge bei uns um 20 – 30 % höher als in Skandinavien oder Holland. Das stimmt nicht. Die OECD Gesundheitsdaten des Jahres 2002 weisen folgende Quoten für Brustkrebs aus :

Die Mammographie ist nicht Bestandteil der jährlichen Brustkrebsfrüherkennung, auf die alle Frauen ab 30 Jahren Anspruch haben.

Sie ist als Leistung der gesetzlichen Krankenkasse in folgenden Fällen anerkannt:

  • Vorkommen von Brustkrebserkrankungen in der Familie ( Schwester, Mutter)
  • vorausgegangene Gewebsentnahmen aus einer Brust
  • auf Brustkrebs verdächtiger bzw. auffälliger Tastbefund
  • im Rahmen der Nachsorge nach einer Brustkrebserkrankung

Im Rahmen des sog. Mammographie-Screenings ist diese Untersuchungsmethode für der Alterklasse der 50-69 Jährigen erstmalig in den Rahmen der Früherkennungsuntersuchung eingebunden.

© 2017 - Frauenarzt J. Kinnling - Impressum - Besuch uns auch auf Facebook