In Deutschland hat eine Frau ein Risiko zwischen 1 und 2 % im Laufe ihres Lebens ein Ovarialkarzinom zu entwickeln, das sind 9600 Frauen pro Jahr.

Der Eierstockkrebs kommt in allen Altersgruppen vor, allerdings steigt das Risiko mit zunehmendem Alter.

Mit 4,8 % der Krebserkrankungen rangiert das Ovarialkarzinom an fünfter Stelle in der Häufigkeit, nach Brust-, Darm-, Lungen- und Gebärmutterkrebs

Aber:

Das Ovarialkarzinom ist das letalste dieser Karzinome mit einer 5-Jahres-Überlebensrate über alles von nur 45 %, eben wegen seiner überwiegenden Diagnose in späten Tumorstadien. Hier kann nur die qualifizierte Vaginal-Sonografie Verbesserungen erreichen.

Normale gesunde Eierstöcke haben Grösse von ca. 3-4 cm im Durchmesser, auch bei relativ dünnen Bauchdecken sind sie kaum oder nicht tastbar

Der vaginale Ultraschall ermöglicht die Darstellung schon geringgradiger
Veränderungen der Eierstöcke; die zusätzlich Farb-Dopplersonographie erfasst die Blutversorgung im Bereich von Eierstocksveränderungen und hilft zusätzlich bei der Diagnosefindung.
Weil etwa 50% aller Eierstockstumoren in der Zeit vor den Wechseljahren einfachen funktionellen Veränderungen entsprechen, rechtfertigen kleinere Raumforderungen ohne sonographische Verdachtskriterien in dieser Lebensphase ein abwartendes Verhalten, da sie sich meist spontan wieder zurückbilden. Sonographische Kontrollen im Abstand von 8 Wochen reichen dann aus.

In der Postmenopause ( = Zeit nach den Wechseljahren ) hingegen sollten sich nicht zurückbildende Zysten operativ abgeklärt werden: Das
Risiko eines Ovarialkarzinoms ist mit dann immerhin 10% relativ hoch.

CA 125, der immer noch wichtigste Tumormarker wird hauptsächlich von einem bestimmten Typ ( seröser Eierstockskrebs) gebildet. Er ist zwar bei mehr als 80% der Patientinnen mit fortgeschrittenen Tumorstadien erhöht, in der Frühphase der Erkrankung aber nur bei etwa jeder Zweiten.

Der Tumormarker CA-125 ist auch evtl. erhöht bei gutartigen Eierstocksveränderungen , Endometriose, Uterus myomatosus, bestehender Schwangerschaft sowie auch Leber- und Autoimmunerkrankungen. Eine neue amerikanische Studie aus Texas (USA) an 4051 Frauen gemessen über einen Zeitraum von 11 Jahren zeigt eindeutig eine Verbesserung der Früherkennung bei einer Kombination von Vaginal-Ultraschall und Bestimmung des Tumormarkers CA-125

Frauen, die die Anti-Baby-Pille einnehmen oder eingenommen haben, sind weniger gefährdet, an einem Eierstock-Krebs zu erkranken.

© 2017 - Frauenarzt J. Kinnling - Impressum - Besuch uns auch auf Facebook