Die Hormonspirale Mirena ist ein lokales ( = örtlich begrenztes) Hormonsystem, das eine sichere und langanhaltende Schwangerschaftsverhütung gewährleistet. Ein elastischer Kunststoffzylinder, der direkt in die Gebärmutterhöhle eingelegt wird, enthält das Gelbkörperhormon Levonorgestrel, ein Gelbkörperhormon (= Gestagen), das seit Jahren in vielen empfängnisverhütenden Pillen erfolgreich verwendet wird. Auf diese Weise ist eine langsame und gleichmässige Freisetzung des Hormons direkt und gezielt in die Gebärmutterhöhle gesichert.

Die empfängnisverhütende Wirkung von Mirena R beruht auf der lokalen Freisetzung des Gestagens Levonorgestrel, welches aus dem Hormonzylinder gleichmässig in die Gebärmutterhöhle freigegeben wird.

Der Eisprung wird mit dieser Methode nicht unterdrückt

Der Schleimpfropf im Gebärmutterhals verdickt sich, sodass keine Spermien mehr in die Gebärmutter eindringen können. Sollten dennoch einige Spermien in die Gebärmutter aufsteigen, so werden sie in ihrer Aktivität gehemmt. Zusätzlich wird der Aufbau der Gebärmutterschleimhaut verringert, sodass sich auch keine Eizelle in der Gebärmutter einnisten kann.

Der Schutz vor einer Schwangerschaft besteht sofort nach dem Einlegen der Mirena. Eine sichere Verhütung besteht für 5 Jahre

Mirena gehört zu den zuverlässigsten Methoden zur Schwangerschaftsverhütung , vergleichbar mit der Pille und der Sterilisation. Der Pearl-Index liegt bei 2.

Die Hormonspirale ist besonders für Frauen geeignet, die

  • über längere Zeit sicher und bequem verhüten wollen
  • nach einer Schwangerschaft vorerst kein weiteres Kind planen
  • ihre Familienplanung abgeschlossen haben
  • im Übergang zu den Wechseljahren; da bis zum 50. Lebensjahr noch verhütet werden sollte und die Zyklen ab Mitte 40 häufig unregelmässiger werden

Die Einlage der Mirena kann gelegentlich unangenehm sein, wenn der Muttermund nicht ausreichend geöffnet ist, um die Spirale in die Gebärmutterhöhle einzubringen. Die Verabreichung eines medikamentösen „Weichmachers“ am Vortag , den Sie von uns erhalten, verbessert und erleichtert die Situation erheblich

Nach erfolgter Einlage in die Gebärmutterhöhle sollte nach 1 Woche eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt werden. Diese Massnahme ist wichtig, um prüfen zu können, ob die Spirale sich nicht verschoben hat ; diese Situation tritt höchst selten auf und – wenn überhaupt – kurz nach der Einlage. Mindestens einmal jährlich sollte die Lagekontrolle durch eine Ultraschalluntersuchung erfolgen

Erstmalig ist es mir jetzt mit dem neuen US-Gerät möglich mittels 3D die exakte Position der Spirale darzustellen und exakt zu überprüfen

In der Anpassungsphase der ersten 3-6 Monaten kann es durch die Veränderungen der Schleimhaut zu Schmierblutungen kommen. Bei einigen wenigen Frauen können während dieser Zeit auch verlängerte bzw. verstärkte Menstruationsblutungen auftreten. Nach dem 1. Jahr der Anwendung ist etwa jede 5. Anwenderin blutungsfrei

Die Hormonspirale bietet Ihnen 5 Jahre sichere Verhütung zu einem Preis von ca. 300 bis 400 €. (Wie bei allen anderen Verhütungsmethoden tragen Sie die Kosten selbst, die Krankenkassen gewähren keine Zuzahlung oder Erstattung.)

Auch wenn Ihnen das auf den ersten Blick vielleicht viel erscheint, lohnt sich das Vergleichen – denn über den langen Zeitraum von 5 Jahren liegen die Kosten für die Hormonspirale zwischen 5,00  € und 6,60  € pro Monat und sind damit deutlich günstiger als die vieler anderer Verhütungsmethoden. Außerdem sparen Sie aufgrund der leichteren Monatsblutung evtl. auch noch Geld für Tampons oder Binden. So gesehen rechnet sich die Hormonspirale bereits nach ca. 3 Jahren.

Allein in Europa verhüten im Moment mehr als 4,4 Mio. Frauen mit der Hormonspirale und 95 % sind zufrieden mit ihrer Wahl. In Deutschland verhüten fast 1 Mio. Frauen mit der Hormonspirale (Stand Januar 2009). 96 % der Anwenderinnen bestätigen, dass sie mit der Hormonspirale zufrieden bzw. sehr zufrieden sind

Mirena kann auch während der Stillzeit bedenkenlos angewendet werden

Nach einer Geburt sollte die Einlage der Spirale erst nach vollständiger Rückbildung der Gebärmutter erfolgen, um das Risiko einer Uterusperforation (= Gebärmutterverletzung) zu minimieren. Daher wird empfohlen, die Hormonspirale frühestens sechs Wochen, sicherheitshalber aber erst 12 Wochen nach der Geburt einzusetzen.

Durch die Wirkung der Hormonspirale auf die Gebärmutterschleimhaut ändern sich bei den meisten Frauen Dauer und Stärke Ihrer Monatsblutung:

  • Bei vielen Anwenderinnen wird die Monatsblutung kürzer, schwächer und weniger schmerzhaft.
  • Jede 5. Anwenderin hat nach einem Jahr keine Blutung mehr, was aus medizinischer Sicht völlig unbedenklich ist.
  • In den ersten 3 bis 6 Anwendungsmonaten, vor allem zu Beginn, können Sie häufig leichte Zwischenblutungen und/oder verlängerte Monatsblutungen haben

Spätestens nach 5 Jahren müssen Sie die Hormonspirale wechseln lassen. Die „alte“ Hormonspirale lässt sich leicht durch Ziehen an den Fäden entfernen.

Bei Kinderwunsch kann die Spirale im Rahmen einer normalen gynäkologischen Untersuchung problemlos , schnell und einfach und schmerzfrei vor Ablauf der erlaubten Liegedauer entfernt werden

Eine Schwangerschaft ist schon im ersten Zyklus nach der Entfernung möglich.

Mit Jaydess steht seit kurzem die weltweit kleinste und niedrigst dosierte Hormonspirale zur Verfügung.

Aufgrund ihrer geringen Grösse von nur 28 x 30 mm ist sie sehr einfach einzulegen. Zudem macht ein Silberring die Spirale im Ultraschall exzellent sichtbar.

Liegedauer

3 Jahre

Wirkungsweise

Der natürliche Zyklus wird nicht beeinflusst, d.h. es findet weiterhin eine Ovulation (= Eisprung) statt. Das in Jaydess enthaltene Gestagen bewirkt nur, dass sich der Schleimpfropf im Gebärmutterhals verdickt, zusätzlich hemmt das Gestagen auch die Beweglichkeit der Samenzellen.

Unter Jaydess kann es zu einer schwächeren , kürzeren und selteneren Menstruationsblutung kommen, bis dahin , dass ggf. gar keine monatliche Blutung mehr auftritt

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