Rufen Sie in der Praxis an, wenn Sie in eine solche Situation gekommen sind; wir werden noch am gleichen Tag einen Termin für Sie möglich machen, um Ihnen schnellstens helfen zu können.
Bereiten Sie sich bitte auf folgende Fragen vor , am besten schreiben sie es auf :

  • wann genau (!) war der Beginn der letzten Periode ?
  • wann genau hatten Sie ungeschützten Verkehr ?
  • haben Sie irgendeine Verhütungsmethode überhaupt verwendet ?
  • welche Pille (bei regelmässiger Pillenanwendung ) haben Sie vergessen ?

So vorbereitet kann ich Sie am besten beraten und evtl. ergibt sich daraus auch, dass in der gegebenen Situation überhaupt keine zusätzliche Verhütung notwendig ist

Mit mehr als 400.000 Verordnungen pro Jahr stellt die postkoitale Kontrazeption in Deutschland einen relevanten Aufgabenbereich in Praxis und Klinik dar, wobei durch die Notfallkontrazeption zahlreiche ungeplante Schwangerschaften einschließlich evtl. nachfolgender Schwangerschaftsabbrüche vermieden werden. 29% der Verordnungen der Pille danach entfallen auf Patientinnen unter 20 Jahren

Unter postkoitaler Kontrazeption ( Notfallverhütung ) versteht man die Anwendung von Verhütungsmethoden nach ungeschütztem Verkehr oder inadäquater Anwendung von Verhütungsmethoden zur Verhinderung ungewollter Schwangerschaften und Senkung der Rate an Schwangerschaftsabbrüchen.
Die Schwangerschaftsrate bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr pro Zyklus liegt bei 8/100 Frauen

Zu den in Deutschland zugelassenen Methoden gehören :

  • „Pille danach“ mit Levonorgestrel (PiDaNa)
  • „Pille danach“ mit Ulipristalacetat (ellaOne)
  • bzw. die „off-label“-Anwendung der Einlage einer Kupferspirale nach ungeschütztem Verkehr : das Multiload-Cu 250 (CE), Multiload-Cu 375
    (CE) und das Multiload-Cu 375 SL (CE) haben eine entsprechend Zulassung

Fuer die Verordnung von hormonellen Notfallkontrazeptiva gelten die gleichen Richtlinien wie bei der Verordnung hormoneller Verhütungsmittel:

  • Hormonelle Notfallverhütung ist erstattungsfähig ( = auf Kasse) für Patientinnen unter 20 Jahren.
  • Patientinnen zwischen 18 und 20 Jahren zahlen 5 Euro Zuzahlungsgebuehr.
  • Patientinnen ab 20 Jahren sind Selbstzahler.
  • Bei Minderjährigen ist die Einwilligungsfähigkeit zu pruefen und zu dokumentieren.
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